
Keine Auszeit auf Zeit, nein, 100 % unbegrenzte Freiheit und pures Leben. Eine große Reise ohne zeitlichen Horizont und ohne festes Ziel, das war die Motivation für Martin Leonhardt 2013 sein Heimatdorf Illenschwang bei Dinkelsbühl zu verlassen. Er kündigt seinen Job, verkauft all sein Hab und Gut, verabschiedet sich von Familie und Freunden und macht sich auf nach Richtung Südamerika. Mit dabei ist sein Motorrad Katze...
Seine Fahrt durch Lateinamerika ist geprägt von spannenden Abenteuern, hunderten Nächten in freier Natur, zufälligen Begegnungen und der stetigen Neugier, fremde Länder und seine Menschen zu verstehen. Angetrieben von Spontanität führt ihn seine Reise durch spektakuläre Landschaften. Er durchquert die traumhaften Wüsten der Atacama, das schwindelerregende Altiplano Boliviens, das weite Patagonien, den feuchten Pantanal und das hitzige Amazonasbecken. Die endlose Gran Sabana in Venezuela und der trockene Nordosten Brasiliens bringen sowohl Martin als auch Katze an ihre Grenzen. Bildgewaltig, spannend, äußerst kurzweilig und emotional – so erzählt der Globetrotter seine Geschichten vom schönsten Kontinent unseres Planeten.
Vom Atlantik zum Pazifik, von 0 auf 6000 Meter, von eiskalt bis tropisch heiß. Im verrückten Zickzackkurs verstreichen die Jahre. Kurz vor dem Ziel, Südamerika zu verlassen, zwingen ihn verschlossene Grenzen auf einen 10.000 Kilometer langen Umweg durch die grüne Hölle. Die hohen Berge Perus, die Vulkane Ecuadors und die Vielfalt Kolumbiens heißen Martin auf ein Neues willkommen. Der Fotograf und Abenteurer sucht stetig engen Kontakt zu den Menschen, er besucht ärmste Dörfer, Schulen und durchstreift die unbekanntesten Städte. Er nimmt am Leben teil, um auf schier unglaubliche, bewegende Geschichten zu stoßen. Mit dem Segelschiff führt die Reise weiter nach Kuba und schlussendlich nach Mittelamerika.
Trauer und Freude – im Wechselkurs der Emotionen stellt sich Martin auch vielen persönlichen Herausforderungen. Und das alles nur, um nach 100.000 Kilometern und 1000 Tagen festzustellen, dass die große Reise eigentlich erst begonnen hat.
Hinweis: Heute um 16.30 Uhr zeigt Martin die nächste Etappe seiner Weltreise: Nordamerika
-> weiter Infs dazu findest du hier
Interview: Olaf Krüger für TRAUM & ABENTEUER,
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Wie lange bist du schon auf Weltreise und wo befindest du dich gerade?
Martin: Ich erkunde gerade den Norden Indiens - Sikkim - was mich weiter in die schönen Berge des Himalayas führt. Auf der aktuellen Reise bin ich seit 9 Monaten unterwegs um ein weiteres Traumland Nepal zu erreichen. Für Südamerika und Nordamerika war ich insgesamt 6 Jahre unterwegs. Dazwischen war ich seit 2013 viele Male in Grönland und der Antarktis zum „Arbeiten“ ;-)
Was macht für dich den besondern Reiz des Reisens mit dem Motorrad aus?
Martin: Das Motorrad ist für mich die beste Wahl zwischen einem Fahrrad oder Automobil. Die Kosten sind überschaubar und der größte Bonus ist die Agilität auf Reisen. Auf zwei Rädern kann ich Orte erreichen die vielen anderen Fahrzeug verbogen bleiben. Flott von A nach B, einmal schnell zu einen Fotospot fahren oder Innenstädte im turbulenten Verkehr erkunden. Das ist alles spielerisch möglich. Weiter bin ich ständig dem Klima ausgesetzt. Muss mich sozusagen anpassen. Das macht es manchmal schwierig und anstrengend. Aber so finden sich die Abenteuer ganz automatisch.
Deine sensible Reportage-Fotografie begeistert. Wie schaffst du es, dass wildfremde Menschen die Kamera vergessen und sich öffnen?
Martin: Die besten Fotos von Menschen entstehen immer dann, wenn man eigentlich überhaupt kein Foto machen will. Man muss Menschen mögen, sich für deren Leben und Tun wirklich interessieren. Manchmal passt dann der Moment und die Kamera ist auch zur Hand. Dann wird es für das Model und den Fotografen zu einem kleinen Erlebnis.
Gibt es Momente, in denen du eine Art Reisemüdigkeit spürst oder überwiegen Neugier und Abenteuerlust?
Martin: Ich freue mich vor jedem neuen Reiseabschnitt immer wieder auf das Neue. Nach all den Jahren und mittlerweile mehr als 85 bereisten Ländern hat sich das eigentlich nicht abgenutzt. Allerdings suche ich mittlerweile andere Herausforderungen. So steht nun mehr die Fotografie im Vordergrund als das pure Abenteuer. Auch sind die Zeiten des wilden Chaos auf Reisen vorbei. Wenngleich ich noch immer große Freiräume für spontane Erlebnisse lasse.
Wie verarbeitest du all die vielen Erlebnisse?
Martin: Ich habe mir angewöhnt nach größeren Reiseabschnitten meine Gedanken aufzuschreiben. Das hilft um die Erlebnisse zu sortieren. Tatsächlich trage ich die emotionalsten und schwierigsten Erlebnisse oft gar nicht in meine Vorträge oder Bilder. Jene behalte ich als meine eigenen Lebenserfahrung wie kleine Schätze in der Erinnerung.
Was erwartet den Zuschauer in deinen Live-Reportagen über Nord- bzw. Südamerika?
Martin: Südamerika war für mich die größte Abenteuerreise meines Lebens. Damals hatte ich alles in Deutschland aufgegeben und war einfach dem neuen Leben in fremden Ländern entgegengefahren. Der Zuschauer kann mich begleiten wie ich über die 3.5 Jahre der Reise an Erfahrungen gewachsen bin. Die Reise war für mich der Startschuss zum Leben als Reisefotograf. Nordamerika folgte direkt nach Südamerika. Vom Charakter ist der Vortrag etwas anders. Gegeben durch die großen Länder wie Kanada und USA (insbesondere Alaska) stand die Einsamkeit auf Langstreckenreisen oft im Vordergrund. Das führte zu intensivsten Naturerlebnissen. Gerade im Alaska fühlte ich mich so frei und einsam wie nie zuvor in meinem Leben.
Gibt es einen Ort, an den du unbedingt zurückkehren möchtest?
Martin: Beide Amerikareisen waren sehr erlebnisreich. Wäre es Südamerika würde ich noch einmal nach Maceio zu den Menschen der Favela de Pescadores wollen. Deren Dorf wurde damals von der Stadtverwaltung zerstört. Auch Tuktoyaktuk ganz im Norden Kanadas würde ich nochmal gerne besuchen. Der kleine Ort am arktischen Meer leidet under der Schmelze des Permafrosts. Mich würde sehr interessieren wie es dort jetzt aussieht.
Martin Leonhardt ist Autor, Fotograf, Referent, Weltreisender und Abenteurer.
Er lebt seinen Spirit von 100% Leben und ist geprägt von großen Abenteuern und seiner stetigen Suche unsere Welt in all ihren Facetten besser zu verstehen.
Auf seinen Reisen ist es ihm immer wichtig, unvoreingenommen die verschiedenen Länder zu besuchen. Gerne nimmt er sich viel Zeit für spontane Begegnungen und die Geschichten der Menschen die er kennenlernt. Die vielen Momente in traumhaften Landschaften dienen als Inspiration für seine kreative Arbeit, die er online, in einschlägigen Print-Medien und während seiner LIVE-Reportagen wort- und bildgewaltig präsentiert.