TRAUM & ABENTEUER - die Vortragsreihe in Stuttgart

Live-Reportage

Nordamerika

42.000 Kilometer Freiheit: Von Mexiko bis in die Arktis


Termin

Sonntag, 07.03.27 | 16.30 Uhr

Linden-Museum | Wanner-Saal
Hegelplatz 1 | 70174 Stuttgart

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Live-Reportage

Nordamerika

42.000 Kilometer Freiheit: Von Mexiko bis in die Arktis

Von und mit Martin Leonhardt

Auf der zweiten Etappe seiner Weltreise führt der Weg des Fotografen Martin Leonhardt weiter in den Norden des amerikanischen Kontinents. Er durchquert Zentralamerika, fährt weiter nach Mexiko bis in die USA und über endlose Kilometer weit hinein in die Arktis und nach Alaska.
Eine spannende Reise geprägt von unbegrenzter Freiheit und einem puren Leben, ohne zeitlichen Horizont und ohne festes Ziel. Der riesige Kontinent sorgt für viele Überraschungen.

In seiner Erzählweise nimmt der Buchautor die Zuschauer direkt mit auf die Reise, welche geprägt ist von hunderten Nächten in freier Natur, spontanen Begegnung und emotionalen Momenten inmitten traumhafter Landschaften.
In Zentralamerika bestimmt weiterhin ein lateinamerikanischer Lebensstil den Reisealltag. Skurrile Geschichten von dunklen Märkten, feuerspeienden Vulkanen und hitzigen Hühnerkämpfen prägen den Reisealltag. Wenig später zeigt sich Mexiko mit seiner unerwartet großen Vielfalt: Vom Atlantik zur Pazifikküste, von den Ruinen der Mayas bis zu den Festen zum Tag des Todes. Über Chiapas bis hinauf in die Wüsten im Norden des Landes, verbringt Martin viele Monate im Land des stetigen Sonnenscheins. Wieder sind es die Menschen und ihre Geschichten, welche
den Reiseverlauf des Abenteurers eine neue Richtung geben.
Der Abschied aus der bunten Latinowelt fällt schwer, wird aber durch die beeindruckenden Landschaften und weiten Canyons des Nordwestens der USA entschädigt. Die Reise durch die Staaten bleibt allerdings auch anstrengend und bringt den Autor nach einigen Niederlagen, einem
Unfall und Pannen fast an seine existenziellen Grenzen. Über tausende unebene Kilometer führt die Reise dennoch spektakulär weiter bis zur arktischen Küste und nach Alaska. Dort in der Heimat von Grizzlybären und Wölfen, entlang des Polarkreises mit seinen langen Tagen und bunten
Polarlichtern, lässt sich die Nähe der großen Wildnis wie nie zuvor spüren.
All die Erlebnisse fernab der Heimat sorgen auch für herzergreifende Erlebnisse, welche für neue Sichtweisen über die Wunder dieser Welt sorgen. All jene Erlebnisse aus 18 Monaten und 42.000 Kilometern sind dabe nur eine Etappe auf einer „fast“ unendlichen Reise um diese
Welt, immer unter dem Motto: "Träume nicht dein Leben. Lebe deinen Traum!"

 

 

INTERVIEW

Interview: Olaf Krüger für TRAUM & ABENTEUER,
© 2026 TRAUM & ABENTEUER. Alle Rechte vorbehalten
.

Wie lange bist du schon auf Weltreise und wo befindest du dich gerade?
Martin: Ich erkunde gerade den Norden Indiens - Sikkim - was mich weiter in die schönen Berge des Himalayas führt. Auf der aktuellen Reise bin ich seit 9 Monaten unterwegs um ein weiteres Traumland Nepal zu erreichen. Für Südamerika und Nordamerika war ich insgesamt 6 Jahre unterwegs. Dazwischen war ich seit 2013 viele Male in Grönland und der Antarktis zum „Arbeiten“ ;-) 

Was macht für dich den besondern Reiz des Reisens mit dem Motorrad aus?
Martin: Das Motorrad ist für mich die beste Wahl zwischen einem Fahrrad oder Automobil. Die Kosten sind überschaubar und der größte Bonus ist die Agilität auf Reisen. Auf zwei Rädern kann ich Orte erreichen die vielen anderen Fahrzeug verbogen bleiben. Flott von A nach B, einmal schnell zu einen Fotospot fahren oder Innenstädte im turbulenten Verkehr erkunden. Das ist alles spielerisch möglich. Weiter bin ich ständig dem Klima ausgesetzt. Muss mich sozusagen anpassen. Das macht es manchmal schwierig und anstrengend. Aber so finden sich die Abenteuer ganz automatisch. 

Deine sensible Reportage-Fotografie begeistert. Wie schaffst du es, dass wildfremde Menschen die Kamera vergessen und sich öffnen?
Martin: Die besten Fotos von Menschen entstehen immer dann, wenn man eigentlich überhaupt kein Foto machen will. Man muss Menschen mögen, sich für deren Leben und Tun wirklich interessieren. Manchmal passt dann der Moment und die Kamera ist auch zur Hand. Dann wird es für das Model und den Fotografen zu einem kleinen Erlebnis. 

Gibt es Momente, in denen du eine Art Reisemüdigkeit spürst oder überwiegen Neugier und Abenteuerlust?
Martin: Ich freue mich vor jedem neuen Reiseabschnitt immer wieder auf das Neue. Nach all den Jahren und mittlerweile mehr als 85 bereisten Ländern hat sich das eigentlich nicht abgenutzt. Allerdings suche ich mittlerweile andere Herausforderungen. So steht nun mehr die Fotografie im Vordergrund als das pure Abenteuer. Auch sind die Zeiten des wilden Chaos auf Reisen vorbei. Wenngleich ich noch immer große Freiräume für spontane Erlebnisse lasse. 

Wie verarbeitest du all die vielen Erlebnisse?
Martin: Ich habe mir angewöhnt nach größeren Reiseabschnitten meine Gedanken aufzuschreiben. Das hilft um die Erlebnisse zu sortieren. Tatsächlich trage ich die emotionalsten und schwierigsten Erlebnisse oft gar nicht in meine Vorträge oder Bilder. Jene behalte ich als meine eigenen Lebenserfahrung wie kleine Schätze in der Erinnerung. 

Was erwartet den Zuschauer in deinen Live-Reportagen über Nord- bzw. Südamerika?
Martin: Südamerika war für mich die größte Abenteuerreise meines Lebens. Damals hatte ich alles in Deutschland aufgegeben und war einfach dem neuen Leben in fremden Ländern entgegengefahren. Der Zuschauer kann mich begleiten wie ich über die 3.5 Jahre der Reise an Erfahrungen gewachsen bin. Die Reise war für mich der Startschuss zum Leben als Reisefotograf. Nordamerika folgte direkt nach Südamerika. Vom Charakter ist der Vortrag etwas anders. Gegeben durch die großen Länder wie Kanada und USA (insbesondere Alaska) stand die Einsamkeit auf Langstreckenreisen oft im Vordergrund. Das führte zu intensivsten Naturerlebnissen. Gerade im Alaska fühlte ich mich so frei und einsam wie nie zuvor in meinem Leben. 

Gibt es einen Ort, an den du unbedingt zurückkehren möchtest?
Martin: Beide Amerikareisen waren sehr erlebnisreich. Wäre es Südamerika würde ich noch einmal nach Maceio zu den Menschen der Favela de Pescadores wollen. Deren Dorf wurde damals von der Stadtverwaltung zerstört. Auch Tuktoyaktuk ganz im Norden Kanadas würde ich nochmal gerne besuchen. Der kleine Ort am arktischen Meer leidet under der Schmelze des Permafrosts. Mich würde sehr interessieren wie es dort jetzt aussieht.

 

Zur Person

Martin Leonhardt

Martin Leonhardt ist Autor, Fotograf, Referent, Weltreisender und Abenteurer.
Er lebt seinen Spirit von 100% Leben und ist geprägt von großen Abenteuern und seiner stetigen Suche unsere Welt in all ihren Facetten besser zu verstehen.

Auf seinen Reisen ist es ihm immer wichtig, unvoreingenommen die verschiedenen Länder zu besuchen. Gerne nimmt er sich viel Zeit für spontane Begegnungen und die Geschichten der Menschen die er kennenlernt. Die vielen Momente in traumhaften Landschaften dienen als Inspiration für seine kreative Arbeit, die er online, in einschlägigen Print-Medien und während seiner LIVE-Reportagen wort- und bildgewaltig präsentiert.